das feenkochbuch


Zu den zeiten, als die feen noch die geschicke der menschen beeinflussen konnten, begab es sich, dass ein junger bursche, der in der gastwirtschaft seines vaters mithalf, eines tags von einem reisenden angesprochen wurde. der fremde bot ihm an mit zum schlosse des königs zu kommen, da dieser junge leute für seinen hof brauche.
dieses anerbieten nahm der bursche an und zog mit dem manne mit.
der abschied von zu haus fiel ihm nicht leicht, doch die guten wünsche der eltern begleiteten ihn.


der fremde führte den jungen in die wirtschaft des schlosses ein und er ging dort dem hofkoch zur hand. eines tages, er war wie so oft der letzte in der küche, sah er wie eine tür, die er vorher nie wahr genommen hatte, sich öffnete. eine bildschöne frau trat heraus.
schnell versteckte sich der bursche. er sah, wie die frau einige sachen in ihren korb legte und wieder zu dieser tür ging.
neugierig geworden folgte er ihr nach.
als er unten ankam, sah er ein grosses gewölbe. der raum war angefüllt mit einigen herden, an denen wiederum wunderschöne frauen kochten.
die luft war erfüllt von den herrlichsten gerichten. der duft war so stark, das der bursche nicht mehr an sich halten konnte und niesen musste.
sofort erstarrte alles in dem raum.
plötzlich wurde er umringt von den frauen, die ihn in den saal schoben. erst da bemerkte er, dass diese frauen lauter feen waren.
furcht kam in ihm hoch.
nur eine fee sass teilnahmslos da. doch bevor er sich in seinem schrecken recht besinnen konnte, ward ihm verkündet, das er sterben müsse, denn dem menschen sei es nicht vergönnt auch nur eine fee zu sehen.
doch eine der feen meinte, da er doch der küchenjunge des hofkochs sei, müsse er auch kochen können. vielleicht könne seine kochkunst ihnen hilfreich sein.
darauf fingen alle elfen an zu lachen.
doch die erste, die ihm das urteil verkündet hatte, meinte:
"wohlan! wir haben nichts zu verlieren."
dabei verwies sie ihn an eine ihrer schwestern, die teilnahmslos da sass. eine schwarze fee habe ihr das augenlicht genommen. es gäbe aber eine rezeptur, die ihr das augenlicht wieder geben würde.
so wurde der junge an einen herd geschoben und er solle seine kunst nun versuchen.
solle es ihm nicht gelingen - die fee tat eine eindeutige handbewegung-, sodass dem burschen ganz ängstlich zu mute wurde.
aber als er die blinde fee sah, wurde er dazu noch ganz traurig. aber noch trauriger ward er, da er sein leben verwirkt hatte.
so fing er an, eine suppe zu kochen ohne richtig zu wissen, ob sie ihm gelang.
vor kummer liefen ihm die tränen über das gesicht, dabei fielen diese ihm in die suppe.
als die suppe fertig ward, kostete die blinde fee davon und das licht kam wieder in ihre
augen.
eine unbeschreibliche freude herrschte im saal. der bann der schwarzen fee war gebrochen. diese wusste, dass tränen ein gewürz des lebens sind und den feen fremd waren. doch die feen waren nun voller glück.
als dank schenkten sie dem küchenjungen ein buch.
sie gaben ihm den rat das schloss zu verlassen. zu hause möge er dann erst das buch öffnen.
so verliess der bursche das schloss und ging zu seinem elternhaus zurück.
die freude ward gross, als er in die stube eintrat.
aber wie verwunderten sie sich, als ihr sohn ein buch hervor zog und es öffnete.
darin waren kochrezepte und aus jeder seite kam der duft des gerichtes hervor. die speisen aber waren traumhaft.
wer davon gegessen hat ,verfiel in süsse lebensträume und ward glücklich bis..............
 
 
na bis zum nächsten essen
vielen dank, harald ring, für deine bezaubernde geschichte und ansporn zugleich

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